Morbus Bechterew

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Morbus Bechterew

Bei Morbus Bechterew – oder auch Spondylitis ankylosans – handelt es sich um eine chronische Krankheit, die zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises gezählt wird. Sie geht mit einer Wirbelentzündung (lat. Spondylitis) einher, durch die es im Verlauf der Erkrankung zu knöchernen Versteifungen (lat. ankylosans = versteifend) kommen kann. Morbus Bechterew tritt meist bei Menschen im jungen Erwachsenenalter erstmalig auf. Die Betroffenen sind bei Diagnosestellung i. d. R. zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Morbus Bechterew betrifft neben der Wirbelsäule z. T. auch Gelenke, z. B. die Kreuz-Darmbeingelenke (Iliosakralgelenke). Gekennzeichnet ist diese Erkrankung durch eine zunehmende Bewegungseinschränkung und Deformation der Wirbelsäule. Charakteristisch ist bei vielen Betroffenen die von einem langen Krankheitsverlauf gezeichnete Körperhaltung: vorn übergebeugt, mit gekrümmter Wirbelsäule, u. U. auch mit Buckel.

Die Spondylitis ankylosans gehört zur Gruppe der Spondylarthropathien bzw. Spondarthritiden, d. h. zu den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen mit vorwiegendem Befall der Wirbelsäule. Zu dieser Gruppe zählen neben Morbus Bechterew u. a. die Reiter-Krankheit, die Psoriasis-Arthritis und die Behçet-Krankheit.

Den Namen Morbus Bechterew erhielt die Spondylitis ankylosans zu Ehren des russischen Neurologen, Neurophysiologen und Psychiaters Wladimir Michailowitsch Bechterew (1857-1927). Er veröffentlichte gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Beschreibung der Erkrankung. Dieser Arbeit wurde u. a. in Deutschland viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Informationen zur Entstehung von Morbus Bechterew

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